Sehenswürdigkeiten im Kantabrien-Lexikon

Kantabrien ist reich an vielen Sehenswürdigkeiten, die man während eines Besuches in dieser Region von Spanien in keinem Fall verpassen darf. Hierzu gehört vor allem auch die Kirche Iglesia Catedral de Neustra Senora de la Asuncion, die im 8. Jahrhundert eine Abtei, im 13. Jahrhundert eine Stiftskirche und seit dem 18. Jahrhundert eine Kathedrale war. Sie befindet sich in Santander und hat einen Grundriss aus drei Schiffen mit vier Abschnitten. Interessant ist vor allem das Kreuzgewölbe, dass einen Spitzbogen auf kreuzförmigen Pfeiler aufweist. Im Innern der Kathedrale befindet sich das Mausoleum von Menendez Pelayos. Ein weiteres beeindruckendes Bauwerk ist El Capricho de Gaudi in Comillas, bei dem der Architekt Gaudi die Musik und die Architektur miteinander verschmelzen ließ. Entstanden ist der Bau im 19. Jahrhundert und ist ein Gemisch aus arabesken Elementen und neugotischen und baumartigen Aspekten. Besonders hervorzuheben ist der zylinderförmige Turm, der mit einer Sonnenblume aus Keramik geschmückt ist. Die Fenster stelle die Musik und die Natur dar, denn hier spielen verschiedene Tiere auf verschiedenen Instrumenten. Auch die Iglesia de Santa Maria de Levana in Levana sollte man sich nicht entgehen lassen. Errichtet wurde die Kirche im 10. Jahrhundert im Auftrage des Grafen von Levana. Die beiden Kirchen, bis auf den etwas höheren runden Triumphbogen und die Kappellenbögen sind hier hufeisenförmig. Die Außenmauern sind aus einem Bruchsteinmauerwerk gefertigt und haben breitere Fenster als normal. Die Kirche wurde im Lauf der Jahre immer wieder erweitert. So entstand die Tür der Südfassade im 18. Jahrhundert und der Turm im 19. Jahrhundert.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Kantabrien

Da im Winter die Temperaturen in Kantabrien sehr mild sind, zieht es besonders zu dieser Jahreszeit viele Urlauber hier her, die sich die vielen Sehenswürdigkeiten ansehen möchten. Besonders schön ist das Kloster Colegiata de Santillana del Mar, dass sich in Santillana befindet. Das Kloster stammt aus dem Jahre 870 und beherbergt einer Überlieferung zufolge, die Reliquen von Santa Juliana. Das Gotteshaus wurde im 11. Jahrhundert zur Stiftskirche umgewandelt und das Gebäude, was sich hier heute befindet, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Man sieht drei Schiffe mit einer Kuppel, ein Kreuzschiff und drei halbrunde Apsiden sowie einen Turm. Im Kreuzschiff und in den Apsiden befinden sich die originalen Tunnelgewölbe. Am Portal befindet sich eine wundervolle Skulpturenverzierung und im Innern kann man Gruften aus dem Mittelalter sowie romanische Reliefs aus dem 11. und 12. Jahrhundert bestaunen. Der Hauptalter hat eine Vorderseite aus gestanztem Silber, dass auf das 17. Jahrhundert zurück geht. Des Weiteren einen Besuch wert sind die Cuevas de Altamira in Santillana, denn die Malereien der Höhle sind mehr als 14.000 Jahre alt. Gezeigt werden Bisons, Hirsche, Wildschweine und Pferde. Die Höhle ist rund 270 Meter lang und hat einen sehr unregelmäßigen Höhlenverlauf. Zunächst kommt man durch eine Vorhalle, eine Galerie und dann zu einem Saal. Direkt in den Höhlen befindet sich eine Ausstellung, der besten prähistorischen Malereien weltweit. Gefertigt wurden sie mit einem natürlichen roten Ockerton und sind mit schwarz umrandet. Die Malereien wurden mit der gleichen Maltechnik in der neuen Höhle nachgebildet, damit der Erhalt gewährleistet werden kann. Die Besucher können die Malereien so lang Jahre bestaunen und den Malern in ihrer Werkstatt bei dieser alten Maltechnik zusehen.

Sehenswertes

Die bedeutendste Gruppe von Steinzeitfunden befinden sich im Monte el Castillo mit den Höhlen El Castillo, Las Moedas, La Pasiega und Las Chimineas. In einem sehr modern ausgestattetem Informationszentrum kann man sich über die Urgeschichte informieren. Geöffnet ist das Informationszentrum das ganze Jahr über, wobei Montags und Dienstags Ruhetag ist. Des Weiteren darf man die Höhle Cueva de Civalans, die Höhle der roten Rehe, in keinem Fall verpassen. Hierbei begibt man sich auf eine Reise zu den tiefsten Wurzeln unserer Kultur. Mitten in einer landschaftlichen Schönheit befinden sich die Höhlen, die vor allem wegen ihrer Felszeichnungen eine der am meisten besuchten unterirdischen Höhlen sind. Auch die Cueva de El Pendo ist aufgrund ihrer Größe und Schönheit sehr beeindruckend. An den Wänden befinden sich Zeichnungen, die ein sehr gutes Beispiel für die Wandkunst aus früheren Zeiten ist. Einige der Zeichnungen wurde erst vor einigen wenigen Jahren entdeckt. Überaus interessant ist auch die San Felices de Buelna. Sie enthält eine außergewöhnliche Gruppe von Reliefen, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind. Es gibt diejenigen die durch Ritzen mit Steinwerkzeugen und diejenigen, die durch Eindrücke mit Fingern in Ton entstanden sind. Im Museum von Altamira werden sogar ausgesprochene Museumsmuffel begeistert sein und ein Fan der Steinzeitforschung werden. Im Museum befindet sich eine getreue Nachahmung der eigentlichen Höhlen von Altamira, die absolut faszinierend ist. Die Domus de Lulobriga ist eine beeindruckende Rekonstruktion eines römischen Herrensitzes auf dem Grundstück der Casa de los Molinoss. Es handelt sich hierbei um eine der am besten erhaltenen römischen Siedlungen, die eine der Bedeutendesten in ganz Kantabrien ist.

Das muss man in Kantabrien gesehen haben

Kantabrien ist reich an Sehenswürdigkeiten, durch die man sich auf eine Zeitreise begeben kann. Beeindruckend sind die römischen Thermen in Camesa Rebolledi. Hier befindet sich auch ein überaus interessantes Informationszentrum über den kulturellen Reichtum des Südens von Kantabrien. Besuchen muss man hier neben dem römischen Dorf unbedingt auch die Thermen, den Friedhof und die mittelalterliche Kirche. Des Weiteren nicht verpassen sollte man einen Besuch im Museum für Urgeschichte und Archäologie in Santaner. In diesem Museum hat man die ersten Spuren menschlicher Besiedlungen zusammen getragen. Die archäologischen Stücke haben hier einen unschätzbaren Wert und reichen von der Urgeschichte bis hin zum Mittelalter. Ebenfalls sehr interessant ist das Volkskundliche Museum in Camargo. Hier wird in dem herrschaftlichen Adelssitz von Pedro Velare, einem Freiheitskämpfer des Unabhängigkeitskrieges, die traditionelle Volkskunst ausgestellt. Die meisten Besucher verzeichnet jedoch das Seefahrtsmuseum des kantrabischen Meeres in Santander. Hier ist alles dem Meer gewidmet und so findet man Informationen über Wale und Haie, Galeeren und Ozeankreuzer, Seefahrer und Fischer. Im Aquarium kann man zudem für diese Region typische Meereslebewesen beobachten. In einem typischen Bergdorf, das zum künstlerisch bedeutendesten Stadtkern erklärt wurde, befindet sich das Herrenhaus des Jose Ma de Cossico. Besichtigen kann man hier eine einmalige Sammlung von Manuskripten der hervorragendsten Schriftsteller der 1927er Jahre, wie García Lorca, Rafael Alberti, Aleixandre und Gerardo Diego. Ein majestätisches Gebäude ist der Palacio de Sobrellani, der vom katalanischen Architekt Joan Martorell für den Marqués de Comillas geschaffen wurde. Neben dem Palast befindet sich der Familien Pantheon und El Capricho, die die ersten Werke von Antonio Gaudi sind.


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Text (c) 2017: C. H.

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