Comillas im Kantabrien-Lexikon

Die Comillas ist ein Municipio in Kantabrien im Norden von Spanien, das rund 40 Kilometer östlich von Santander liegt. Zum Hauptort gehören noch die Dörfer La Rabia, Rioturbio, Rubarcena, Ruisenada und Trasvia. Der Ort ist seit vielen Jahren als Stadt der Erzbischöfe bekannt und war auch viele Jahre lang für die Fischerei und die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Allerdings wurde die Landwirtschaft durch den Tourismus und die Dienstleistungsbetriebe immer mehr verdrängt und ist heute kam noch vorhanden.

Zu Zeiten von König Alfons XII kam viele Adelige aus Madrid, Barcelona und Seville nach Comillas und verbachten dort die meiste Zeit des Jahres in ihren Villen. Obwohl die Region recht unbedeutend war und ist, war diese Gemeinde die erste Siedlung in ganz Spanien, die mit einer elektrisch betriebenen Straßenbeleuchtung ausgestattet wurde. Vorangetrieben wurde die Errichtung der Straßenbeleuchtung vor allem durch die Familie der Marques de Comillas, im Besonderen vom 2. Marques Claudio Lopez Bru.

In Comillas gibt es recht viele Sehenswürdigkeiten, denn sie ist der Gründungsort der päpstlichen Universität Comillas und ist weltweit für den Palast von Sobrellano und die Villa Quikano bekannt. Die Villa Quikano ist ein Sommerlandhaus, dass von Antonio Gaudi entworfen und im Jahre 1885 fertiggestellt wurde. Sehr beeindruckend an diesem Gebäude ist die große Anzahl an Sonnenblumenmustern, die über das gesamte Gebäude verteilt sind.

Im Gebiet des Municipios befindet sich auch der Eingang zu Höhle La Meaza, die sich im Besitz der Regierung von Kantabrien befindet. Im Jahre 1907 hat man die Höhle bereits sehr intensiv erkundet und man fand viele Spuren von altssteinzeitlichen Begräbnisriten. Auch andere Hinweise auf eine Besiedlung durch Kulturen des europäischen Spätpaläolithikums wie Azilien und Solutreen, hat man hier gefunden.



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