Santander im Kantabrien-Lexikon
Santander ist die Hauptstadt der Region Kantabrien im nördlichen Spanien und hat rund 196.000 Einwohner. Mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung der autonomen Region Kantabrien lebt hier in der Hauptstadt. Die Stadt war in der Zeit des römischen Reiches unter dem Namen Portus Victoriae Iuliobrigensium bekannt. Alfonds VIII von Kastilien ernannte im Jahre 1187 den Abt von San Emeterio zum Vorsteher der Stadt und im Jahre 1248 nahm der Ort an den Eroberungsschlachten von Sevilla teil. Als Dank dafür erhielt es das Stadtwappen, welches Bilder des Torre del Oro und des Flusses Guadalquivier in Sevilla zeigt. Später war Santander eine sehr wichtige Hafenstadt und im späten Mittelalter auch für den Handel mit der Neuen Welt sehr bedeutsam. Heute ist Santander der beliebteste Badeort in Nordspanien und wird überwiegend von den Einheimischen aus dem heißen Inland besucht. Viele Touristen zieht es aber auch wegen der fast weißen Sandstrände hier her. Die schönsten und weitläufigsten Strandabschnitte findet man im Stadtteil El Sardinero, der dann auch in den Sommermonaten entsprechend gut besucht ist. Je nach Wetterlage kann man an fast allen Stränden auch Windsurfen und in El Sardinero kann seine Urlaubskasse im Spielkasino etwas erleichtern. Der Stadt etwas vorgelagert ist die Halbinsel La Magdalene, auf der sich ein Schloss befindet, dass im Jahre 1912 für König Alfonds XIII. gebaut wurde. Hier ist heute unter anderem die Internationale Universität Menendez Pelayo untergebracht, die eine reine Sommeruniversität ist. Einen weiteren Kampus bildet die Universität Kantabrien, die die größte Universität in Kantabrien ist und an der rund 12.000 Studenten lernen. Sie bietet eine sehr bereites Spektrum an unterschiedlichen Fachrichtungen an.
Sehenswertes in Santander
Im Jahre 1941 gab es in Santander einen sehr großen Brand, dem sehr viele historische
Gebäude zum Opfer fielen. Daher gibt es heute auch nicht viele alte Gebäude, außer die
Kathedrale, die man wieder aufgebaut hat. In ihr befinden sich die Gebeine von Sankt
Emeterius und Celedonis, den beiden Schutzpatronen der Stadt. Des Weiteren gib es in
Santander ein Prähistorisches Museum, in dem man Fundstücke aus der Höhle von Atamira
besichtigen kann. Allerdings besuchen die meisten Urlauber in Santander das Maritime
Museum des Kantabrischen Meeres. Das einzige, im öffentlichen Raum von Spanien
verbliebene Reiterstandbild des Diktators Francisco Franco, befindet ich in der Stadtmitte von
Santander. Am besten kann man die Stadt bei einer Rundfahrt auf dem Boot erleben. Die Tour
führt von Halbinsel La Magdalena bis hin zum Leuchtturm Cabo Mayor. Dann geht es wieder
zurück. Von Estacion Maritima Los Reginas aus kann man mit dem Boot den Strand auf der
anderen Seite erreichen, er sich ganz weit in die Bucht von Santander zieht. Im Stadtkern
spielt sich das Leben zwischen der Plaza de Canadio und dem Hafen Puerto Chico ab. Hier
befinden sich neben vielen Geschäften auch zahlreiche Bars und Restaurants. 2005 feiert man
in Santander den 250. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte, was ein sehr großes Fest in
dem ganzen Gebiet war. Seit einigen Jahren gibt es hier auch einen Flughafen, der von
Deutschland aus angeflogen wird. Um von dort aus zu den Unterkünften zu gelangen, kann
man ganz bequem mit dem Bus fahren, der hier alle halbe Stunde verkehrt. Rund 100
Kilometer entfernt, in Bilbao, befindet sich der nächste etwas größere Flughafen. Möchte man
sich innerhalb von Kantabrien bewegen, sollte man mit den öffentlichen Bussen und mit der
Bahn fahren. Zudem gibt es zwischen Santander und Plymouth eine Fährverbindung. 


