Kulturerbe im Kantabrien-Lexikon
Das kantabrische Kulturerbe ist mehr als beeindruckend und hat eine sehr lange Geschichte zu
erzählen. Zum Weltkulturerbe gehören unter anderem die Höhlen von Altamira, die Nuevas
de Altamira, die in der Nähe von Torrelavega und Santiallana del Mar gelegen sind. Die
Höhle war bereits vor mehr als 18.000 Jahren bewohnt, was die bis heute hervorragend
erhaltenen Höhlenmalereien der Urbewohner beweisen. Aufgrund der einzigartigen
Höhlenmalereien und der vielen archäologischen Funde aus den unterschiedlichsten
Jahrtausenden hat es Altamira zu Weltruhm gebracht. Eine Nachbildung der einzigartigen
Höhle kann man das ganze Jahr über besuchen und im angrenzenden Museum findet man
viele Informationen rund um die Höhle und den neusten Ergebnisse der Forschungen, die bis
heute in der Originalhöhle andauern. Neben der weltberühmten Höhle hat Kantabrien aber
noch viel mehr zu bieten, wie die Stadt Villa de Santillana del Mar, die komplett unter
Denkmalschutz steht. Gegründet wurde die Stadt bereits im 5. Jahrhundert, wobei die meisten
historischen Bauwerke aber aus dem 12. Jahrhundert stammen. Die kleine Stadt beeindruckt
mit ihren gepflasterten Gassen und den vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern sowie den
vielen historischen Palästen. Des Weiteren gibt es viele Klöster und Kirchen, die sich ganz in
der Nähe der Höhlen von Altamira befinden. Der zentrale Platz ist der Plaza Mayor, an dem
sich auch die wichtigsten historischen Gebäude befinden. Auch auf der Straße Rue de Rey
findet man viele Zeitzeugen. Des Weiteren sehr interessant ist das Kloster Monasterio Santo
Toribio de Liebana, das im 6. Jahrhundert gegründet wurde. Es befindet sich an einem
Berghang in der Nähe von Pates und muss sich alle sieben Jahre einem enormen Pilgerstrom
stellen. Immer wenn der Geburtstag des Heiligen Toribio auf einen Sonntag fällt, wird die
Puerta del Perdon, die Pforte der Vergebung, für ein Jahr lang geöffnet. Die Wallfahrer, die
das Tor durchschreiten, werden dann von allen ihren Sünden befreit.



